Strategie

Denkmalimmobilien vs. Aktien: Der direkte Vergleich für Gutverdiener

Was ist die bessere Investition für Gutverdiener – Denkmalimmobilien oder Aktien? Ein sachlicher Vergleich nach Steuern.

Aktualisiert: Februar 2026
3 Min. Lesezeit

Die Frage, die viele Gutverdiener stellen

Sie verdienen gut, zahlen entsprechend Steuern – und suchen nach einer Anlagestrategie, die das ändert. Die übliche Antwort ist: ETF-Sparplan.

Die weniger bekannte Antwort: Für Steuerzahler im Spitzensteuersatz kann ein Denkmal-Investment die nach Steuern deutlich überlegene Strategie sein.

Aber nicht pauschal. Hier ist der sachliche Vergleich.


Der Direktvergleich

Kriterium Denkmalimmobilien Aktien (ETF)
Steuerlicher Vorteil Hoch (AfA senkt Bemessungsgrundlage) Gering (25% Abgeltungssteuer)
Inflationsschutz Hoch (Sachwert + Indexmiete) Mittel
Vorhersagbarkeit der Einnahmen Hoch (Mietpool) Niedrig
Liquidität Niedrig Hoch
Mindestkapital 100.000–150.000 € Eigenkapital Kein Minimum
Verwaltungsaufwand Gering (nach Setup) Sehr gering

Rendite im Vergleich (10-Jahres-Beispiel)

Denkmalimmobilie (Kaufpreis 400.000 €, 42% Steuersatz)

  • Steuerersparnis über 12 Jahre: ca. 80.000–150.000 €
  • Mieteinnahmen (nach Kosten): ca. 60.000–80.000 €
  • Wertsteigerung: ca. 60.000–80.000 €
  • Gesamt: ca. 200.000–310.000 €

Hinweis: Die Immobilie trägt sich bei optimaler Finanzierungsstruktur weitgehend selbst – Mieteinnahmen plus Steuererstattungen decken Zinsen und Tilgung.

Aktien (100.000 € Einmalbetrag, 7% p.a. Rendite)

  • Wert nach 10 Jahren (brutto): 196.715 €
  • Gewinn brutto: 96.715 €
  • Abgeltungssteuer (25% + Soli): ca. 24.500 €
  • Nettogewinn: ca. 72.200 €

Wo Aktien überlegen sind

Aktien haben klare Vorteile in bestimmten Situationen:

  • Kein Mindestkapital: Bereits mit kleinen Beträgen investierbar
  • Sofortige Liquidität: Anteile können jederzeit verkauft werden
  • Geringer Aufwand: Kein Kauf, keine Verwaltung, keine Steuererklärung für Mieteinnahmen
  • Diversifikation: Ein ETF enthält Hunderte von Unternehmen

Wo Denkmalimmobilien überlegen sind

Für Gutverdiener mit hohem Grenzsteuersatz gibt es einen entscheidenden Unterschied:

Bei 42–45% Grenzsteuersatz wirkt die AfA als direkter Steuerabzug.

Jeder Euro Abschreibung spart 42–45 Cent Steuern. Bei Aktien zahlen Sie auf Gewinne pauschal 25% Abgeltungssteuer – unabhängig von Ihrem Einkommensteuersatz.

Das bedeutet: Für jemanden im Spitzensteuersatz sind Aktiengewinne steuerlich deutlich ungünstiger als AfA-Abzüge.

Weitere Vorteile:

  • Sachwert mit eigenem Inflationsschutz (Mietanpassung)
  • Steuerfreier Verkauf nach 10 Jahren (§ 23 EStG)
  • Hebelwirkung durch Fremdfinanzierung möglich

Für wen welche Strategie passt

Denkmalimmobilien sind sinnvoll für:

  • Gutverdiener ab ca. 100.000 € Jahreseinkommen
  • Investoren mit langfristigem Horizont (10+ Jahre)
  • Wer reale Sachwerte dem Papiervermögen vorzieht
  • Wer die Steuerlast strukturell senken will

Aktien sind sinnvoll für:

  • Alle Einkommensklassen (kein Mindestbetrag)
  • Investoren, die flexible Liquidität brauchen
  • Wer Diversifikation über viele Märkte sucht
  • Kürzere Anlagehorizonte

Die beste Strategie: Kombination

Beide Anlageformen schließen sich nicht aus. Eine sinnvolle Aufteilung:

  • Denkmalimmobilie für Steueroptimierung und Inflationsschutz
  • ETF-Sparplan für Liquidität und globale Diversifikation

Wer beides hat, kombiniert die steuerliche Effizienz der AfA mit der Flexibilität von Aktienanlagen.


Fazit

Für Gutverdiener im Spitzensteuersatz ist die Nachsteuerrendite einer Denkmalimmobilie in den meisten Szenarien höher als die eines ETF-Sparplans. Das liegt nicht daran, dass Immobilien grundsätzlich besser wären – sondern daran, dass die AfA das Steuerrecht nutzt, das für Aktien nicht gilt.

Wer auf der Suche nach einer konkreten Berechnung für seine Situation ist: Mit dem Denkmal-AfA-Steuerrechner lässt sich die persönliche Steuerersparnis in wenigen Minuten durchrechnen.

Fachredaktion Immobilien & Steuern

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